Staatsanleihen

Bei einer Staatsanleihe handelt es sich immer entweder um ein kurz-, mittel-, oder langfristiges Wertpapier. Bei einer solchen Staatsanleihe, oder auch Staatsobligation genannt, leiht sich der Staat, einfach ausgedrückt, bei Unternehmen oder auch bei Privatpersonen Geld, zu einem bestimmten Zinssatz, um liquide bleiben zu können, beziehungsweise mit dem Geld wirtschaften zu können. Herausgeber der Staatsanleihe können sowohl der Bund, als auch die Länder, oder Gemeinden sein. In dieser Art des Schuldverhältnisses nennt man den Herausgeber Emittent. Der Vorteil für den Staat besteht bei dieser Schuldform darin, dass die Kooperation mit den Banken nicht überstrapaziert wird, weil der Staat bei dieser Form der Geldbeschaffung direkt über den Kapitalmarkt das Geld bezieht.

Die Staatsanleihe ist keine neumodische Idee. Erste Emission von Staatsanleihen kann man bis zum Beginn des 20. Jahrhundert nachverfolgen. Hier wurden sie eingesetzt, damit der Staat den Ersten Weltkrieg überhaupt finanzieren konnte.

Die Höhe der Zinsen für die jeweilige Anleihe wird durch die aktuelle Bonität des Staates, d. h. der Kreditwürdigkeit des Staates bestimmt. Anhand der Bonität des Staates legen sogenannte Ratingagenturen ein Qualitätssiegel fest. Die Wertung “AAA” – Triple A, ist die höchstmögliche Bewertung. Sie zeigt dem Anleiheninhaber, dass er sein eingesetztes Geld plus Zinsen sehr wahrscheinlich zurück erhält. Je höher allerdings das Rating des Staates ausfällt, desto niedriger sind die Zinsen, weil dann auch nur ein sehr geringes Risiko besteht. Je schlechter das Rating für einen Staat ausfällt, desto mehr Zinsen sind dem Anleiheninhaber sicher. Ein Grundrisiko besteht grundsätzlich, da ein Staat sich ja auch nur Geld leiht, um Liquidität zu erlangen, die er aus eigener Kraft nicht aufbringen kann. Deshalb droht bei allen Staatsanleihen das sogenannte Adressausfallrisiko, bei den einen Staaten mehr als bei anderen. Das Rating dient also nur dazu Abstufungen der Risiken zu verdeutlichen.

Die 2 bekanntesten und anerkanntesten Ratingagenturen sind Moody’s und Standard and Poor’s die beide ihren Sitz in New York City haben.