Mieteinnahmen versteuern
Alle Fragen des Steuerrechts sind in Deutschland im Gesetz eindeutig geregelt, so dass selbstverständlich auch festgelegt wurde, wie man als Vermieter Mieteinnahmen versteuern muss. Zum Ansatz gebracht wird dazu nicht die Warmmiete, da sie Betriebskosten enthält, die dazu gedacht sind, den „laufenden Betrieb der Mietwohnung“ in Gang zu halten, wie beispielsweise etwa die Heizungskosten, Wasser, Schneeräumung, Versicherung und den Strom im Treppenhaus oder für den Aufzug. Mieteinnahmen versteuern heißt daher, dass die Nettokaltmiete zur Berechnung der Steuer wichtig ist. Diese Netto-Mieteinnahmen aus Verpachtung und Vermietung werden in der Steuererklärung zu dem persönlich ermittelten Steuersatz nach § 2 EStG berechnet.
Der persönliche Steuersatz richtet sich nun wieder nach den insgesamt eingenommenen steuerpflichtigen Einnahmen. Dazu zählen unter anderem auch das Arbeitseinkommen sowie Renten. Den ermittelten Einnahmen werden die Ausgaben für das Mietobjekt gegenübergestellt, denn bestimmte Aufwendungen lassen die Steuerpflicht schrumpfen, wie etwa Abschreibungen, Grundsteuer, Bank-Finanzierungskosten. Auch gerade Handwerkerleistungen zählen zu den sehr beliebten steuermindernden Kosten, im Fachjargon auch Werbungskosten genannt. Allerdings können Handwerkerrechnungen hier nicht einfach in unbegrenzter Höhe in Ansatz gebracht werden, genaue Auskunft über die Höhe der Grenzen sind in Steuerbüros und Grundstückseigentümerverbänden erhältlich und variieren leider teilweise von Land zu Land oder Bezirk und Objekt.
Wer seine Mieteinnahmen versteuern muss, sollte also auch darüber nachdenken, seine Steuerlast zu verringern, indem alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um das erzielte Einkommen gegenüber den Ausgaben und Abschreibungen bei Vermietung und Verpachtung zu reduzieren. Gerade für Immobilienbesitzer, die zusätzlich aus nicht selbstständiger oder selbstständiger Arbeit neben den Mieteinnahmen Einkommen haben, sollten versuchen die Mieteinnahmen gegen Ausgaben gegen Null zu setzen. Je höher das Gesamteinkommen ist, umso höher wird der persönliche Steuersatz sein.