Anlageformen
Wer in der glücklichen Situation ist, mehr Geld zur Verfügung zu haben als er benötigt, kann einiges davon anlegen. Aus einer ganzen Reihe von Möglichkeiten kann der Anleger hierbei wählen. In vorherigen Generationen war der „Sparstrumpf“ oft die bevorzugte Geldaufbewahrung. Um eine Anlageform handelt es sich dabei allerdings nicht, denn man bekommt weder Zinsen noch Dividenden. In Zeiten zunehmender Inflation wird das Geld sogar entwertet, d. h. es ist letztendlich weniger Wert.
Heute bringen die Leute ihr Geld zu Banken, die die Geldanlagen ihrer Kunden verzinsen. Sparbuch und Sparbriefe bringen recht geringe Zinserträge, Termin- oder Tagesgeldeinlagen etwas mehr. Doch schwanken die angebotenen Zinssätze zwischen den einzelnen Banken oft erheblich; ein Vergleich lohnt sich also. Bundesschatzbriefe sind für Anleger, die auf Sicherheit bedacht sind, eine gute Alternative. Die Zinssätze dieser festverzinslichen Wertpapiere, die nicht an der Börse gehandelt werden, steigen über die Laufzeit (sechs bis sieben Jahre). Auch die Kapitallebensversicherung stellt eine Form der Geldanlage dar. Im Erlebensfall erhält der Anleger am Ende der Laufzeit eine größere Summe ausgezahlt; im Todesfall fließt das Geld den Hinterbliebenen zu. Pfandbriefe, Schuldscheine oder Wechsel ebenso zählen ebenfalls zu den Geldanlagen.
Sichteinlagen, also Bankguthaben, werden – wenn überhaupt – nur sehr gering verzinst und eignen sich daher nicht als Anlageform. Darüber hinaus bieten Aktien und Aktienfonds sowie diverse Beteiligungen, z. B. Immobilienfonds oder Schiffsfonds die Möglichkeit, sein Geld anzulegen. Genannt seien zudem die spekulativen und daher risikoreichen Hedgefonds. Aber auch Investitionen in Rohstoffe wie Gold, Platin, Edelholz oder Edelsteine gehören zu den Anlageformen, ebenso der Erwerb von Anlagemünzen, Briefmarken oder Kunstgegenständen.