Altersvorsorge

In Zeiten einer unsicheren Rentensituation für kommende Rentnergenerationen kommt der Altersvorsorge eine immer größere Bedeutung zu. Der berühmte Satz des ehemaligen Ministers Norbert Blüm „Die Renten sind sicher.“ gilt schon lange nicht mehr. Bedenkt man die Tatsache, dass in etwa 20 Jahren über 46 Prozent der deutschen Bevölkerung Rentner sein werden, wird die prekäre Situation mehr als deutlich.

Möglichkeiten zur Altersvorsorge gibt es viele. Allerdings haben alle eines gemeinsam: Sie setzen voraus, dass man heute auch genügend finanzielle Mittel besitzt, um sich davon eine Altersvorsorge aufbauen zu können. Einige Firmen gewähren ihren langjährigen Mitarbeitern eine zusätzliche Betriebsrente. Doch dieses Modell findet sich heutzutage eher selten, denn auch Unternehmen müssen in wirtschaftlich schlechteren Zeiten Einsparungen vornehmen. Eine Alternative ist der Abschluss einer Direktversicherung, in der ein Teil des Gehalts direkt in die Ansparung einer Rentensumme fließt, die dann im Rentenalter ausgezahlt wird – entweder einmalig in einer großen Summe oder als regelmäßige monatliche Zahlungen. Die viel gepriesene Riester- oder Rürüp-Rente eignet sich nur für bestimmte Zielgruppen, das heißt Verdienst und Berufsstatus spielen hier eine entscheidende Rolle.

Aktien sind auch nicht jedermanns Sache; die recht „sicheren“ erzielen oft wenig(er) Rendite, die spekulativen bergen das Risiko, sein schwer verdientes Geld teilweise oder sogar komplett zu verlieren. Aktienfonds sind für Einsteiger besser geeignet, bieten aber auch keine hundertprozentige Sicherheit auf Wertzuwachs. Lebensversicherungen und Sparbriefe runden das Portfolio der Varianten zur Altersvorsorge ab – und erhöhen somit „die Qual der Wahl“. Und nicht zuletzt stellt auch eine Immobilie eine passable Altersvorsorge dar, denn so kann man sich im Rentenalter die Mietkosten sparen.